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Frankreich: Dutzende Hunde an Parvovirose gestorben

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In Sedan sind seit Anfang Oktober zwischen 30 und 50 Hunde an Parvovirose eingegangen. Seit Januar 2016 kommt es in der Region immer wieder zu Ausbrüchen.

Besonders Welpen sind durch Parvovirose gefährdet.
Foto: Pixabay

Das geht aus Meldungen der Onlineportale chassepassion.net bzw. france.tv hervor. Die Parvovirose oder Hundepanleukopenie ist eng mit der Katzenseuche verwandt und verläuft in schweren Fällen binnen ein bis zwei Tagen tödlich. Der Parvo-Virus wird durch Schleimhautkontakt übertragen und bleibt bei sommerlichen Temperaturen fast ein Jahr lang infektiös. Er ist Umwelteinflüssen gegenüber außerordentlich resistent. Handelsübliche Desinfektionsmittel können ihn nicht zerstören. Die Hauptsymptome der Krankheit sind hohes Fieber und blutige Durchfälle. Sie befällt hauptsächlich Welpen und junge Hunde bis zum Alter von etwa vier Monaten, kann aber Hunden aller Altersgruppen gefährlich werden. Ein Impfstoff ist verfügbar. rig

 

 

 

Fellwechsel stellt Bezahlung von Fuchsbälgen ein

Das Projekt Fellwechsel geht im Winter 2019/2020 in die dritte Saison. © Hannah Reutter
Das Projekt Fellwechsel geht im Winter 2019/2020 in die dritte Saison.

Die Fellwechsel GmbH hat Ankaufspreise für Raubwildbälge für die Saison 2019/ 2020 veröffentlicht. Für abgegebene Bälge von Fuchs, Nutria und Bisam wird kein Geld mehr ausbezahlt. In der letzten Saison erhielten die Jäger für einen Fuchsbalg, sofern die Qualität passte, 8 Euro. Nutriabälge wurden laut letztjähriger Liste mit 3 Euro honoriert.

Andreas Leppmann, Geschäftsführer der Fellwechsel GmbH, begründet die Änderung mit der Aussage: „Wir müssen uns an die Marktsituation anpassen.“ Der Preis für einen fertigen Fuchsbalg betrage auf dem Weltmarkt derzeit 11 US-Dollar. So billig könne Fellwechsel unter keinen Umständen produzieren.

Zudem hätten viele Kosten vorfinanziert werden müssen und das Weihnachtsgeschäft, von dem sich die GmbH viel erhofft, kann erst in diesem Jahr ausgenutzt werden. Im Gespräch mit der Redaktion geht Leppmann davon aus, dass sich die Marktsituation erhole und möglicherweise im kommenden Jahr die Ankaufspreise angepasst werden. Eine Reduktion der einzelnen Preise sei, anstatt der kompletten Streichung, deutlich komplizierter. Erst in den nächsten Monaten soll die Auszahlung für die Saison 2017/2018 erfolgen und im Jahr darauf dann für die Saison 2018/2019.

Weibliche Nutrias werden nicht mehr abgegeben

In der letzten Jagdsaison stammten etwa zwei Drittel der angelieferten Bälge vom Fuchs. Auf ihrer Webseite gibt Fellwechsel bekannt, dass weibliche Nutrias zukünftig nicht mehr angenommen werden. Durch die artspezifische Zitzenleiste an den Flanken ist die Weiterverarbeitung bei diesen Tieren mit einem deutlich erhöhten Aufwand verbunden, so Fellwechsel gegenüber der Redaktion.

Außerdem sei die Qualität der gelieferten Bälge insgesamt nicht zufriedenstellend. Andreas Leppmann gab an, dass die Tiere oft zu früh eingefroren werden und dadurch die Balgqualität leide. Zudem sei auch räudiges und Wild mit zu großen Ein- und Ausschüssen abgeliefert worden. Diese Felle seien nicht zu verarbeiten.

Abbalgstation seit 2018 im Betrieb

Iltisbälge werden von Fellwechsel 2019/2020 für 5 Euro angekauft. © Hannah Reutter

Iltisbälge werden von Fellwechsel 2019/2020 für 5 Euro angekauft.

Der Geschäftsführer gibt an, dass bislang etwa 25.000 Stück Raubwild eingesammelt wurden. Davon seien bis heute etwa 12.000 Stück gestreift und 400 Bälge als Trophäen verarbeitet worden. Fellwechsel wurde vom Landesjagdverband Baden-Württemberg und dem Deutschen Jagdverband gegründet. Die Abbalgstation in Rastatt (Baden-Württemberg) ist seit 2018 im Betrieb.

Jäger kündigen an, nicht mehr mitzuarbeiten

Das Raubwild wird in zentrale Sammelstellen abgeliefert. Die Kühltruhen werden häufig von Jägervereinigungen und Hegeringen, aber auch von Privatpersonen betrieben. Von dort holt Fellwechsel das Wild ab und verarbeitet es weiter. 

In den sozialen Medien kündigten einige Jäger an, dass sie durch die neue Preisliste künftig kein Raubwild mehr an Fellwechsel geben und unter diesen Umständen auch keine Sammelstellen mehr betreiben werden.

 

 

 

 

Erhöhte Wildunfallgefahr durch Umstellung auf Winterzeit

Rehe kommen besonders oft unter die Räder. /LJV RLP

Nasse Straßen und schlechte Sicht sind während Herbst und Winter keine Seltenheit. Wenn am 27. Oktober die Sommerzeit endet und der Berufsverkehr in die Dämmerungsstunden verlagert wird, steigt die Gefahr von Wildunfällen.

(Gensingen, 24. Oktober 2019) Der Landesjagdverband Rheinland-Pfalz e.V. (LJV) empfiehlt Autofahrern in den Wochen nach der Zeitumstellung am 27. Oktober besonders aufmerksam zu sein. Denn die Wildunfallgefahr steigt, wenn der Berufsverkehr durch die Umstellung auf die Winterzeit mit den Gewohnheiten der Wildtiere kollidiert. In den Dämmerungsstunden queren viele Wildtiere bei der Nahrungssuche Straßen, wodurch es zu Verkehrsunfällen kommen kann.

In Rheinland-Pfalz ereigneten sich im Jahr 2018 rund 23.400 Wildunfälle. Im Vergleich zu 2017 sank damit die Zahl von Verkehrsunfällen mit Wildtieren um etwa sechs Prozent. Mehr als 60 Prozent der Wildunfälle ereigneten sich in der Nordhälfte von Rheinland-Pfalz. Im Jagdjahr 2017/2018 fanden mehr als 10.000 Rehe durch den Straßenverkehr den Tod. Keine andere Wildart kommt so häufig unter die Räder. Ein Hauptgrund für Wildunfälle ist die Zerschneidung von Lebensräumen durch Verkehrswege. Auch deswegen fordert der LJV den Ausbau von Wildtierkorridoren und Querungshilfen.

Wildunfälle sind nicht zu unterschätzen. Bei einem Crash mit einem 80 Kilogramm schweren Wildschwein bei 60 km/h wirkt ein Aufprallgewicht von 3,5 Tonnen auf das Fahrzeug ein. Autofahrer können mit dem richtigen Verhalten selbst Wildunfälle vermeiden. Die Geschwindigkeit den Gegebenheiten anzupassen, ist die wichtigste Regel. Denn wer mit 80 statt mit 100 Stundenkilometern unterwegs ist, hat bereits einen 25 Meter kürzeren Bremsweg. Überquert ein Wildtier die Straße, sollte der Fahrer das Licht abblenden, hupen und bremsen – keinesfalls versuchen auszuweichen, denn die Folgen könnten schwerwiegender sein.

Ist es zum Crash gekommen, gilt es, Ruhe zu bewahren, die Unfallstelle zu sichern und die Polizei zu rufen. Ist das Wildtier noch am Leben, verständigen die Ordnungshüter den zuständigen Jäger, damit dieser das Tier von seinen Leiden erlöst. Keinesfalls darf ein verendetes Tier in das eigene Auto „eingepackt“ werden, denn das wäre Jagdwilderei. Tipps zum richtigen Verhalten nach einem Wildunfall finden interessierte auf der Homepage des LJV (www.ljv-rlp.de).

Um Unfallschwerpunkte zu ermitteln und damit für ein Plus an Verkehrssicherheit zu sorgen, veröffentlichte der Deutsche Jagdverband im Herbst 2016 die kostenfreie Tierfund-Kataster-App. Die App gibt es für Smartphones mit den Betriebssystemen Android und iOS. Die Daten lassen sich innerhalb von wenigen Minuten erfassen. Der aktuelle Standort wird dabei von der App automatisch erfasst und relevante Daten wie Datum oder Wildart abgefragt. Zusätzlich lässt sich für die bessere Bestimmung der Wildart ein Foto hochladen. Eine Zwischenspeicherung der Daten auf dem Smartphone ist auch ohne Internetverbindung möglich. Auch auf der Homepage www.tierfund-kataster.de können Verkehrsteilnehmer die Daten einfach und bequem eingeben. Wissenschaftler der Universität Kiel prüfen die Daten und werten sie aus.

Jägerinnen und Jäger engagieren sich seit Jahren für den Schutz von Verkehrsteilnehmern. In Rheinland-Pfalz gibt es rund 18.000 Straßenkilometer, etwa 1.810 km stattete die Jägerschaft mit mehr als 46.000 Wildwarnreflektoren aus und konnte damit lokal die Zahl der nächtlichen Wildunfälle um 70 bis 80 Prozent reduzieren. Nahezu 250.000 Euro sind in diese Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit geflossen – den größten Teil davon bezahlen die Jägerinnen und Jäger aus eigener Tasche.

 

 

 

Innenminister Seehofer schießt bei der Waffenrechtsänderung über das Ziel hinaus

Die geplante Novelle des Waffengesetzes geht deutlich über die Vorgaben der EU-Feuerwaffenrichtlinie hinaus. Das Bundesinnenministerium will in einer Nacht-und-Nebel-Aktion unüberlegte Verschärfungen durchsetzen und legale Waffenbesitzer grundlos bestrafen.

Bundesinnenminister Horst Seehofer will das Waffengesetz drastisch verschärfen. (Quelle: Kauer/DJV)
Bundesinnenminister Horst Seehofer will das Waffengesetz drastisch verschärfen. (Quelle: Kauer/DJV)

Bundesinnenminister Horst Seehofer will das Waffengesetz drastisch verschärfen und nutzt unter anderem das Attentat von Halle als Vorwand. Der Täter hatte sich seine Waffen mit einem 3-D-Drucker selbst gebaut. Die Verbände des Forum Waffenrecht und der Deutsche Schützenbund protestieren entschieden dagegen: Schärfere Regelungen verhindern solche Taten nicht und treffen grundlos legale, gesetzestreue Waffenbesitzer und weitere unbeteiligte Bevölkerungsgruppen.

„Mit dem Aktionismus wird der Bevölkerung ein Gewinn an Sicherheit vorgegaukelt. Erschaffen werden soll ein Bürokratiemonster, das selbst Experten der Polizei für nicht umsetzbar halten“, sagte Friedrich Gepperth, Vorsitzender des Forum Waffenrecht. Die geplanten Verschärfungen sorgten dafür, dass Fachkräfte in den Sicherheitsbehörden mit bürokratischen Vorgaben beschäftigt seien, anstatt Kriminalität zu bekämpfen. Seehofer geht mit seinen Vorschlägen weit über die Vorgaben der europaweiten Feuerwaffenrichtlinie hinaus und bricht damit seine Zusage, dass die Richtlinie nur eins zu eins umgesetzt werden sollte. Die Richtlinie musste bereits bis September 2018 in deutsches Recht umgesetzt werden. Eine Fristverlängerung läuft Ende Dezember aus.

Nun sollen unter anderem generelle Waffenverbotszonen eingeführt werden: Darin wären nicht nur Taschenmesser ab einer Klingenlänge von vier Zentimetern bereits verboten, sondern auch ein unbestimmter Kreis von „gefährlichen Gegenständen“. Sogar Glasflaschen könnten unter das Verbot fallen. In den Zonen soll es Personenkontrollen ohne Anlass geben. Die Verbände des Forum Waffenrecht und der Deutsche Schützenbund sehen darin einen Schritt hin zum Überwachungsstaat. Solche Zonen haben erhebliche Auswirkungen auf die gesamte Bevölkerung, Anwohner, Besucher, Kunden von ansässigen Geschäften oder auf Handwerker. Auch wenn Ausnahmen im Gesetz und in der Verbotszonenverordnung vorgesehen werden, verbleiben erhebliche Unsicherheiten. Für sehr viel wirksamer halten die Verbände und Experten der Polizei ein individuelles Verbot von Waffen für bereits straffällig gewordene oder anderweitig aufgefallene Personen. Dies ist nach Ansicht von Polizeiexperten auch in der Praxis weit praktikabler. Das Bundesinnenministerium lehnt diese Vorschläge dagegen vehement ab.

Eine weitere geplante Verschärfung ist die verpflichtende Verfassungsschutzabfrage bei der Zuverlässigkeitsüberprüfung. Die acht Verbände begrüßen zwar die Absicht, Extremisten den Zugang zu Waffen zu verwehren. Sie kritisieren aber, dass mit der geplanten Änderung alle legalen Waffenbesitzer unter Generalverdacht gestellt würden. Ein Mehr an Sicherheit werde damit nicht geschaffen. Denn der Verfassungsschutz kann bereits jetzt auf die Daten im Nationalen Waffenregister zugreifen und so Extremisten den Zugang zu Waffen gezielt verwehren.

Die EU-Feuerwaffenrichtlinie nutzt Minister Seehofer auch als Vorwand dafür, Sportschützen weiter zu schikanieren: Die Anforderungen für den Besitz von bereits legal erworbenen Waffen sollen drastisch angehoben werden. Die hohen Anforderungen, die für den Erwerb gelten und die durch die Rechtsprechung schrittweise angehoben wurden, sollen künftig auch für den weiteren Besitz gelten. In der Praxis bedeutet das: Für jede legale Waffe muss der Besitzer künftig 18 Schießtermine jährlich vorweisen. Kein Anschlag würde dadurch verhindert.

Ein Bürokratiemonster ist auch die neue Regelung zu Magazinen mit mehr als 10 Schuss für Gewehre sowie 20 Schuss für Pistolen und Revolver. Diese Magazine, die bisher völlig frei erwerbbar waren, sollen künftig verboten werden. Auch damit geht Seehofer über die Richtlinie hinaus. Die geplante Regelung verschärft auch die Rechtsunsicherheit, die schon die Richtlinie begründet hat. Die Regelung verlangt vom einzelnen Magazinbesitzer eine eigene Beurteilung des Magazins, die schon für den kriminaltechnischen Dienst der Polizei kaum zu bewältigen wäre. Damit geht auch dieses Vorhaben weit über die Vorgaben der EU-Feuerwaffenrichtlinie hinaus. Die Verbände lehnen dies ab.

Weitere Verschärfungen sind geplant, die Handel und Hersteller von Waffen negativ beeinflussen - ohne ein Plus an Sicherheit zu erreichen. Die Verbände fordern Minister Seehofer und die Abgeordneten des Bundestages auf, unsinnige Restriktionen für legale Waffenbesitzer ersatzlos zu streichen. Stattdessen sollten die Voraussetzungen geschaffen werden, den illegalen Waffenbesitz endlich effektiv zu bekämpfen.

Das deutsche Waffengesetz ist eines der strengsten weltweit. Der Terrorismusexperte Peter Neumann vom Londoner King’s College sagte kürzlich gegenüber der Augsburger Allgemeinen, dass das strenge Waffenrecht in Deutschland bei dem Anschlag in Halle vermutlich sogar zahlreichen Menschen das Leben gerettet habe, weil der Täter keinen Zugang zu legalen Waffen gefunden hat.

Die unterzeichnenden Verbände vertreten mehr als 2 Mio. Mitglieder in über 15.000 Vereinen in ganz Deutschland. Die im Forum Waffenrecht zusammengeschlossen Verbände sind unter anderem der Deutsche Jagdverband e. V., der Bund Deutscher Sportschützen e. V., der Bund der Militär- und Polizeischützen e. V., die Deutsche Schießsport Union e. V., der Bundesverband Schießstätten e.V., der Verband deutscher Büchsenmacher und Waffenfachhändler e. V. und der Verband der Hersteller von Jagd-, Sportwaffen und Munition.

 

 

Jagdhunde von Hundesteuer befreit

Muensterlaender-Drahthaar © Erich Marek
In der Gemeinde Stendal können Jagdhunde von der Steuer befreit werden.

Jäger aus Wahrburg und Röxe haben bei der Gemeine Stendal (Sachsen-Anhalt) angeregt Jagdhunde von der Steuer zu befreien. Laut der „Volksstimme“ wurden sie dabei von der Wahrburger Ortsbürgermeisterin Carola Radtke unterstützt. Am 14. Oktober stimmte der Stadtrad in Stendal über die neue Satzung ab, mit einer positiven Nachricht für die rund 30 Jagdgebrauchshunde in der Gemeinde.

Drei Bedingungen für eine Steuerbefreiung

Der Antrag auf eine Steuerbefreiung ist dabei an drei Bedingungen geknüpft: Zum einen muss der Jagdhundehalter im Besitz eines Jagdscheins sein. Zum anderen muss der Jäger ein Pachtverhältnis oder einen Jagderlaubnisschein vorweisen. Hinzu kommt eine erfolgreich bestandene Jagdeignungsprüfung des Hundes. Bei der Gemeinde sind alle drei Nachweise gemeinsam vorzulegen. Der Antrag ist innerhalb von zwei Wochen nach der Aufnahme eines Hundes zu stellen. Bei bereits versteuerten Jagdhunden muss das Formular mindestens zwei Wochen vor Beginn des Monats, in dem die Steuerbefreiung wirksam werden soll, abgegeben werden.

Immer mehr Gemeinden beraten darüber

Auch in Haigerloch (Baden-Württemberg) laufen derzeit Gespräche bezüglich einer möglichen Steuerbefreiung von Jagdhunden. Eine Abstimmung über eine Neufassung der Hundesteuersatzung stehe hier allerdings noch aus.

 

 

 

Waffenrecht: Bundestag berät über geplante Änderungen

Schalldaempfer-Hochsitz © Rasso Walch
Erwerb und Besitz von Schalldämpfern will man mit der Änderung des Waffengesetzes bundeseinheitlich regeln.

Gestern Abend wurde über die „dritte Waffenrechtsänderung“ sowie über die Beratungsanträge der Grünen unter dem Titel „Tödliche Gefahr durch Schusswaffen eindämmen“ und der FDP unter dem Titel „Freiräume für Jäger und Sportschützen – Für eine schonende Umsetzung der EU-Feuerwaffenrcihtlinie“ erstmals im Bundestag beraten.

Staatssekretär des Inneren, Stephan Mayer (CSU), sieht den aktuellen Gesetzesentwurf als eine „ausgewogene Lösung“. Besonders die Erleichterungen beim Erwerb von Schalldämpfern, die nach der geplanten Änderungen, „erlaubnisfrei erworben und besessen werden können“ sieht er ebenso als Vorteil wie die geplante waffenrechtliche Erleichterung bei der Verwendung von Nachtsichtgeräten

FDP will Verwaltungsgebühren deckeln

Der AFD Abgeordneten Martin Hess gab an, dass seine Partei sich dem Gesetzesentwurf entgegenstellen werde. Er betont, dass „unser Problem nicht ein ein zu lachses Waffengesetz“ sei und die Waffenrechtsverschärfungen auch die Tat in Halle nicht verhindert hätten.

Konstantin Kuhle von der FDP wies in seiner Rede daraufhin, dass bei der Umsetzung nun keine Eile geboten sei. Die Frist der EU sei „eh Ende 2018 abgelaufen.“ Auch die FDP wolle sich gegen den derzeitigen Entwurf stellen. Dem eingereichten Antrag ist zu entnehmen, dass die Liberalen die Bundesregierung auffordern, einen neuen Entwurf für ein Umsetzungsgesetz zur EU-Feuerwaffenrichtlinie vorzulegen, in dem u.a. von der Neuregelung der Bedürfnisprüfung Abstand genommen wird. Auch verlangen sie, dass die von den Waffenbesitzern zu tragenden Verwaltungsgebühren für waffenrechtliche Überprüfungen auf einen jährlichen Beitrag von nicht mehr als 100 Euro gedeckelt werden.

Gesetzesentwurf greift nach Ansicht der Grünen zu kurz

Dr. Irene Mihalic von den Grünen machte deutlich, dass für ihre Partei der „Gesetzesentwurf zu kurz greift“. In dem Beratungsantrag fordern die Grünen „eine gesetzliche Regelung zur Beurteilung der erforderlichen Zuverlässigkeit von Inhabern waffenrechtlicher Erlaubnisse. Eingeführt werden solle eine gesetzliche Vermutung, dass Personen in der Regel nicht die erforderliche Zuverlässigkeit besitzen, über die personenbezogene Daten bei Verfassungsschutzbehörden von Bund und Ländern gespeichert sind.“

Der Entwurf sowie die beiden Beratungsanträge wurden erwartungsgemäß zur federführenden Beratung an den Ausschuss für Inneres und Heimat überwiesen.

 

 

 

Waffenrecht: CDU plant weitere Verschärfung

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Die CDU will das Waffenrecht weiter verschärfen. Das geht aus einer Meldung des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) vom 13. Oktober hervor. 

Die CDU will anscheinend das Waffengesetz weiter verschärfen.
Foto: Angela Stutz

Zudem, so wird aus einem Positionspapier der Union zitiert, sollen Verfassungschutz und Polizei erweiterte Befugnisse zur Überwachung von Messengerdiensten wie z. B. Whatsapp erhalten. Auch will die CDU das Strafmaß für Beleidigung und Verleumdung im Internet erhöhen. Hintergrund seien die Ermordung des CDU-Politikers Lübcke in Kassel am 2. Juni sowie der rechtsextreme Anschlag auf eine Synagoge in Halle am 9. Oktober, bei dem zwei Personen getötet und zwei weitere verletzt wurden. Konkrete Informationen, inwiefern das Waffengesetz geändert werden soll, liegen allerdings noch nicht vor. rig

 


 

 

Entenquälerei

Unbekannte quälen Enten in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg

Ente-Verletzt © Wildvogelrettung e.V.

Die Ente wurde mit einem Pfeil für Blasrohre verletzt.


Am 03. September ereignete sich in Neustadt an der Weinstraße (Rheinland-Pfalz) ein Fall von Tierquälerei. Eine Frau, welche anonym bleiben möchte, entdeckte eine verletzte Ente. Diese saß mit einem Pfeil im Flügel an einem Bachlauf nahe einer Schule. Die Finderin informierte daraufhin die örtliche Wildvogelrettung.

Die Erste Vorsitzende des Vereins gibt gegenüber der Redaktion an, dass die Ente in Absprache mit ihnen zu dem „Vereinstierarzt“ gebracht wurde. Ein Röntgenbild zeigte keinerlei Knochenbrüche – daher konnte der Pfeil schnell entfernt, die Wunde gesäubert und vernäht werden. Hätte der Breitschnabel schwerwiegendere Verletzungen davon getragen, so hätte man ihn erlöst.

Zweiter Vorfall mit gleichem Pfeil

Ente-Roentgenbild © Wildvogelrettung e.V.

Auf dem Röntgenbild sind keine Knochenbrüche erkennbar.


Der Ente gehe es soweit gut und sie werde schnellstmöglich wieder in die Natur entlassen. Die Kosten der Behandlung wird der Verein selbst tragen, so die Vorsitzende weiter. Ähnliche Vorfälle von verletzten Vögeln seien seit rund zwei Jahren häufiger zu beobachten.

Bereits wenige Tage später am 10. September wurde eine zweite verletzte Ente gefunden. Auch diese hatte einen Pfeil im Körper stecken. Die Vereinsvorsitzende hat Anzeige bei der Polizei erstattet. Die Polizeidirektion Neustadt/Weinstraße kann den geschilderten Vorfall so bestätigen. Sachdienliche Hinweise können unter der Telefonnummer 06321/8540 an die Beamten gemeldet werden.

Ente in Baden-Württemberg erdrosselt

Ente-Tot-Wiese © Polizeipräsidium Konstanz

Ein Unbekannter hatte die Ente mit einem Dichtungsgummi erdrosselt.


Ein weiterer Fall von Tierquälerei trug sich in Bodman-Ludwigshafen (Landkreis Konstanz, Baden-Württemberg) am 2. September zu. Ein Spaziergänger entdeckte eine tote Ente. Diese lag auf einer Wiese im Stadtgarten. Um ihren Hals war ein Verdichtungsgummi geknotet, so die Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Konstanz. Der Passant informierte einen vorbeifahrenden Streifenwagen der Polizei über seinen Fund.

Die Beamten nahmen den Vorfall auf und setzten den Jagdpächter in Kenntnis. Nach Angabe des Pächters sei die Ente noch nicht sehr lange ums Leben gekommen, so die Pressesprecherin weiter. Die Polizei ermittelt nun wegen einem Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Hinweise zu diesem Vorfall können an das Polizeirevier Stockach unter der Telefonnummer 07771/93910 gegeben werden.

 

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